So., 15. Aug. | Sursee

"Hexen" eine Stimme geben

Den in Sursee unschuldig hingerichteten Frauen ihren Platz in der Gesellschaft zurückgeben
"Hexen" eine Stimme geben

Zeit & Ort

15. Aug., 13:30 – 15:00
Sursee, Rathauspl., 6210 Sursee, Schweiz

Über die Veranstaltung

Vor zwei Jahren hat die Somehus-Jubiläumsproduktion «Späck vo vorgester» die Hexenverfolgungen in Sursee thematisiert. Seit letztem Jahr werden in der Stadt Hexenführungen unter dem Titel: «Tatort Sursee: 58 Frauen und ein Mann unschuldig hingerichtet» durchgeführt. Diese Veranstaltungen haben bereits Licht in ein dunkles Kapitel der Surseer Geschichte gebracht. Da die Schweiz in diesem Jahr 50-Jahre Frauenstimmrecht feiert, möchten wir nun noch einen Schritt weiter gehen.

Die Frauen, die in Sursee hingerichtet wurden, waren keine Hexen. Sie waren unabhängig, selbstbewusst, eigenwillig oder einfach unangepasst. Oder es waren auswärtige Frauen, ein willkommener Sündenbock in schweren Zeiten - so etwa bei Unwettern oder während der Pest. Wir möchten diesen Frauen ihren Platz in der Gesellschaft wieder zurückgeben. Sie haben nichts falsch gemacht und waren einfache Opfer der damaligen sozialen, wirtschaftlichen, religiösen und strafrechtlichen Bedingungen. Sie haben es verdient, eine Stimme zu haben und gehört zu werden. So wie alle Frauen es verdienen, eine Stimme zu haben und gehört zu werden.

Daran möchten wir mit einem Anlass unter Mitwirkung der Stadt Sursee, der Kirche und der Anna Göldi-Stiftung erinnern. Die Veranstaltung findet vor dem Surseer Rathaus statt, dem damaligen Ort des Geschehens. Das Programm beinhaltet folgende Schwerpunkte:

13.30 Uhr: Hexen- und Frauengeschichte Schweiz / Sursee

Walter Hauser, Präsident Anna Göldi-Stiftung

Nicole Bättig, Stadtarchiv, Sursee 

14.00 Uhr: Bezug zu heute: Warum ist diese Geschichte relevant?

Amanda & Alexandra Jud, The Female Collective

14.15  Uhr: Standpunkt Stadt & Kirche, Feierlichkeiten

Sabine Beck, Stadtpräsidentin, Sursee

Daniela Müller, Seelsorgerin, Oberkirch

15.00 Uhr: Gemeinsamer Abschluss

Es wird begleitet vom Frauenchor VIDAS, unter Leitung von Stefanie Erni, und von künstlerischen Darbietungen der Tanz-Akrobatin Claudine Ulrich.

Eine Anmeldung dient uns zur Planung und dem Sicherstellen der aktuellen Covid- Massnahmen. Bitte beachte, dass die geltenden Abstand- und Hygieneregeln des Bundes eingehalten werden müssen. 

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